Kaufvorgang von Immobilien auf Mallorca

Kaufvorgang von Immobilien auf Mallorca

Informationen über Steuern, Gebühren, Gesetze, Finanzierung und unsere Empfehlungen bezüglich eines Immobilien-Kaufvorgangs

1. Der Kaufvorgang

Wenn Sie in Spanien ein Immobilie erwerben, empfehlen wir Ihnen sich als allererstes einen Anwalt zu nehmen, der Sie bei allen Kaufformalitäten unterstützt. (Für zusätzliche Informationen, in Bezug auf die Rolle eines Anwalts, sehen Sie bitte Sektion 4.) Ihr Anwalt wird dann überprüfen ob die Immobilie verschuldet ist, im Sinne von Hypotheken oder Darlehen, und rückbestätigt ob der rechtmäßige Eigentümer auch die Person ist, die das Objekt zum Verkauf anbietet.

Geht man davon aus, dass alles so ist wie es sein sollte, setzt Ihr Anwalt einen Optionsvertrag auf, in welchem folgendes schriftlich festgelegt wird: der vereinbarte Verkaufspreis, die Anzahlung (in der Regel 10%), wann Sie diese bezahlen, wann Sie den eigentlichen Kauf abschliessen können und was nach Ihrer Ansicht im Verkaufspreis inklusive ist (Möbel und Einrichtung zum Beispiel). Durch einen Optionsvertrag behalten Sie das Kaufrecht an der Immobilie während Sie alle weiteren, finanzielle und amtliche, Schritte abschliessen. Da eine Immobilie durch mehrere Makler verkauft werden kann ist es sehr wichtig die Immobilie zu reservieren, sobald Käufer und Verkäufer den Verkaufspreis festgelegt haben.

Sollte der Käufer den Optionsvertrag nach Unterschreiben wiederrufen, verliert er jegliche, geleistete Anzahlung. Wenn der Verkäufer seine Meinung ändert, muss dieser, in manchen Fällen und je nach Vertragsklausel, dem Käufer die doppelte Summe zurückbezahlen.

Der Anwalt bereitet dann die Grundeigentumsurkunde vor (Escritura de Compraventa), welche vom Käufer oder seinem Anwalt (sofern er eine Vollmacht erteilt bekommen hat) und dem Verkäufer, in Beisein eines spanischen Notars, unterschrieben werden muss. Hier wird die restliche, zu zahlende Summe fällig.

Bei Fertigstellung sendet der Notar die Daten der Grundeigentumsurkunde an das jeweilige Katasteramt um dieses von der Identität des neuen Eigentümers in Kenntnis zu setzen. Ungefähr drei Monate später erhalten Sie die offizielle Escritura, sofern Sie überprüft und registriert ist, zurück.

2. Gebühren und Steuern auf den Erwerb

Kalkulieren Sie 10-13 Prozent des Kaufpreises für Gebühren und Steuern ein. Die Steuern und Gebühren auf den Erwerb sind wie folgt:

  • Verkaufssteuern - Mehrwertsteuer MwSt (IVA): Käufer von Wohnraum in Spanien sind verpflichtet 7% bis 10% IVA (MwSt) (in einer Größenordnung von 350.000 bis 1 Mio.€) für ältere und 10% IVA (MwSt) für neue Immobilien zu zahlen. Kaufen Sie jedoch Land in Spanien, Gewerbegrundstücke oder Parkplätze in Garagen, steigt die MwSt auf 21%.
  • Plusvalía: Normalerweise beschwert diese Steuer die Wertsteigerung von Grundstücken in der Zeit zwischen Kauf und Verkauf, und wird vom örtlichen Rathaus aus erhoben, basierend auf a) dem jeweiligen Ort wo sich das Grundstück befindet; b) der Grundfläche des Grundstücks; c) dem Katasterwert; d) an den Daten der vorherigen Grundeigentumsurkunde. Diese Steuer sollte laut Gesetz vom Verkäufer entrichtet werden jedoch verlangen manche Verkäufer weiterhin vom Käufer diese zu übernehmen.
  • Notarkosten: Der Notar berechnet seinen Anteil nach festen Tarifen und je nach Wert der Immobilie. Der Notar schickt für Sie die Daten der Grundeigentumsurkunde (Escritura) an das örtliche Katasteramt um dieses von der Identität des neuen Eigentümers in Kenntnis zu setzen. Kalkulieren Sie ca. 1% für den Notar und die Grundbucheintragungsgebühr ein.
  • Anwaltskosten: Kalkulieren Sie 1% des Kaufwertes für Anwaltskosten ein.
  • Benötigt der Käufer eine Hypothek, kann eine Belassungsgebühr entstehen.

3. Jährliche Eigentumssteuern

Es gibt jährliche Steuern auf Grundeigentum in Spanien. Wir empfehlen Ihnen hierbei einen Steuerberater zu Rate zuziehen, bekannt als Gestoría, um Ihre jährlichen Steuern abzuwickeln. Dies erspart Ihnen viel Arbeit und Sie vermeiden mögliche Zahlungsfristen zu verpassen, denn das kann zu Strafen führen. Wir empfehlen Ihnen gerne verschiedene Steuerberater.

Die Hauptsteuer im Jahr ist die Grundsteuer (IBI).

TDie Besteuerungsgrundlage ist der Katasterwert und dieser variert von 0.4% bis 1.1%, je nach Region. Der Betrag ist unterschiedlich, aber liegt zwischen 200 Euro und 2000 Euro pro Jahr, je nach Immobilienwert.

4. Muss ich einen Anwalt zur Kaufabwicklung meiner spanischen Immobilie haben?

Sie müssen nicht, aber Sie sollten. Es ist nicht vorgeschrieben, aber es ist wichtig. Es ist wichtig für Sie die Hilfe und den professionellen Rat eines Anwalts zu haben, sodass Ihnen der sichere Erwerb garantiert werden kann. In Spanien erledigt Ihr Anwalt alle typischen, gesetzmässigen Überprüfungen die Notwendig sind - mit dem örtlichen Rathaus zum Beispiel - um Sie abzusichern, dass neben Ihrem neuen Eigenheim nicht plötzlich eine 10-spurige Bowlingbahn oder eine Disco errichtet wird. Ihr Anwalt setzt einen Vorverkaufsvertrag auf, beantragt Ihre NIE-Nummer, kümmert sich um die Bezahlung der üblichen Anzahlung von 10% und begleitet Sie zum Notar zum endgültigen Vertragsabschluss. Ihr Anwalt informiert Sie über mögliche Steuern und Gebühren während und nach dem Erwerb. Und das allerwichtigste, er oder sie garantiert Ihnen, dass Sie am Ende Eigentümer einer rechtmäßigen Immobilie sind, welche Ihren Erwartungen entspricht und an welcher kein Berg an Schulden hängt. Ihr Anwalt kann auch ein Testament für Ihre Immobilie aufsetzten, das sehr wichtig ist. Im Prinzip ist Ihr Anwalt für die Antwort auf alle Fragen, die Sie in Bezug auf den Immobilienkauf und der Eigentümerschaft Ihrer Immobilie, haben könnten da. Die Anwaltskosten betragen ca. 1% des Kaufpreises.

Wir empfehlen Ihnen gerne verschiedene Deutsch sprechende Anwälte mit gutem Ruf und Erfolgsbilanz.

5. Wie hoch sind die Erwerbs- und Finanzierungskosten einer Immobilie in Spanien?

Es gibt keine klare und schnelle Antwort auf diese Frage. Wie auch immer, generell kommen 10-13% des Kaufpreises an Steuern und Gebühren hinzu. Hier einbezogen sind die Anwaltskosten, die Notarkosten und die Mehrwertsteuer (IVA). Wenn Sie Ihre Immobilie finanzieren lassen wollen, können Sie dies über eine spanische Bank tun. Spanische Banken sind in der Regel unkompliziert und schnell in Sachen Hypotheken. Besonders auf Mallorca sind sie das abhandeln von Hypotheken ausländischer Kunden gewohnt.

Wir haben Kontakt zu vielen skandinavischen Banken und allen Banken und Maklergewerben auf Mallorca. Je nach dem was Sie benötigen, können wir Ihnen bei der richtigen Auswahl an Banken für Ihren Darlehensantrag helfen. Wir verfügen über langjährige Erfahrung bei Finanzierungsfragen und finden stets die beste Lösung für unsere Kunden.

Bitte kontaktieren Sie uns über diesen Link, sollten Sie weitere Fragen oder Unklarheiten haben.

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